Geschichte des Landwirtschaftsbetriebs
Die ursprüngliche Bezeichnung des Landwirtschaftsbetriebes Dei Paduli lautete 'AZIENDA AGRICOLA CANTINA' (wobei 'cantina' im Italienischen für 'Weinkeller' steht).Diese Bezeichnung ist auf das älteste Gebäude des gesamten Komplexes zurückzuführen - einem großräumigen Bauwerk, das zu Beginn des 18. Jahrhunderts errichtet wurde und ursprünglich als Weinkeller konzipiert und bis in die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts als solcher genutzt wurde.
Bevor die CANTINA in jüngerer Zeit von der heutigen Winzergenossenschaft, Cantina di Villa Bagno abgelöst wurde, fungierte sie als Dreh- und Angelpunkt der gesamten Weinproduktion der Umgebung. Daneben wurde das Gebäude auch als Getreidespeicher genutzt. Noch heute ist im Eingangsbereich eine antike Waage für die Karren voller Weintrauben und Getreide zu bewundern.
Der nach Süden ausgerichtete Gebäudeteil wurde als Wohntrakt des Gutsverwalters und seiner Familie genutzt und dient bis zum heutigen Tag als Wohnbereich.
Ebenfalls zu Wohnzwecken wird heute derjenige Raum genutzt, in dem der Balsamico-Essig der Familie gelagert wurde. Inzwischen wurden die Essigfässer in ein nahegelegenes Bauernhaus verlagert, doch hat der Raum bis heute seinen ursprünglichen Namen "stanza dell’aceto" (wörtlich: "Essigzimmer") beibehalten.
Das Gut liegt in der norditalienischen Provinz Reggio Emilia, in dem als "Paduli" bezeichneten Gebiet am Rande der Gemeinde Rubiera.
Heute ist man mit der Produktion des Landwirtschaftsbetriebs wieder zu den Wurzeln zurückgekehrt: unter Beibehaltung der biologischen Bewirtschaftung der Felder, wird heutzutage Futtermittel für die Milchkühe hergestellt, die die Milch zur Parmesankäseherstellung liefern, daneben werden Getreide sowie Lancellotta- und Grasparossa-Trauben für die Herstellung von DOC-Lambrusco angebaut.
Marmeladen aus eigener Herstellung
Die zum Frühstück gereichten Marmeladen werden von uns hergestellt: das Obst dafür stammt von den über das Anwese, verstreuten Obstbäumen und natürlichen Hecken sowie aus dem kleinen Wäldchen, das ebenfalls auf dem Gelände des Betriebs liegt. Bei einigen dieser Bäume handelt es sich um wild gewachsene Obstbäume, wie beispielsweise einige Wildpflaumen und Kirschpflaumen in Heckenform.
Der Ertrag dieser naturbelassenen Wildobstbäume ist quantitativ betrachtet sicherlich nicht immer überragend, in punkto Qualität sind Geschmack und Naturbelassenheit dieser Früchte allerdings kaum zu übertreffen. Für unsere Marmeladenproduktion verwenden wir: Weichselkirschen, Schlehen, Quitten, alte Apfelsorten, Maulbeeren, Wintermispeln sowie die traditionell in der Gegend angebauten Pflaumen, Khakifrüchte, Aprikosen und Birnen.





